Sie sind hier: home > Gemeinden > Rehfelde

Rehfelde mit seinen Ortsteilen Werder und Zinndorf

Rehfelde und Rehfelde Dorf - ein Kapitel der Ostbahngeschichte

Bahnübergang Rehfelde mit Blick auf die Gaststätte "Zur Alten Linde"Wer nach Rehfelde kommt, wird zunächst kaum einen Hinweis auf die lange Geschichte des Ortes finden. Erst nach der Ankunft in Rehfelde-Dorf ändert sich das. Hier steht die altehrwürdige Kirche, die 1499 einen Turm erhielt und im 18. Jahrhundert mit einem prunkvollen Altar und Kanzel ausgestattet wurde.
Der Ort ist sicher älter, aber 1247 wurde er erstmals in einer Urkunde der Markgrafen Johann I. und Otto III. erwähnt. "Revelde" wie es damals genannt wurde, gehörte rund 300 Jahre zum Besitz des Klosters Zinna. Während der Reformation fiel Rehfelde dem kurfürstlichen Amt Rüdersdorf zu. Frei von Gutsuntertänigkeit und Hofdienst wurden die Rehfelder erst 1810, als die Steinschen Reformen den preußischen Städten und Gemeinden zu neuem Selbstbewußtsein verhalfen.
Kirche in Rehfelde/DorfMit der Eröffnung der Bahnstrecke Berlin-Küstrin 1867 erhielt Rehfelde Anschluß an den "Rest der Welt". Ein entscheidender Impuls für die wirtschaftliche Entwicklung. Um den Bahnhof siedelten sich die ersten Bauern an. Eine zweite Schmiede, Wirtschaften, Gasthäuser und eine Post wurden gebaut. 1906/07 entstand die Sperrholzplattenfabrik Brünning. Um 1912 erfolgte die Vermessung von Rehfelde. Ein Bebauungsplan legte im wesentlichen die heutige Straßenführung fest. Zahlreiche "Streusiedlungen" - Richterswalde, Herrensee, Doraushof u.a. -entstanden und mit ihnen der typische Gartenstadtcharakter Rehfeldes, der bis heute prägend ist. Mit den Siedlern ging die Entwicklung des Ortes rasch voran. 1908 erwirkten sie den Bau eines großen Bahnhofsgebäudes mit neuem Stellwerk und Verladebahnhof, 1928 den Bau des Bahnhofs Herrensee. Seit Jahrzehnten entwickelt sich Rehfelde zu einem Wohn- und Gewerbestandort. An verschiedenen Standorten konnte die Ansiedlung von Unternehmen erfolgreich umgesetzt werden.
Neue Siedlungen entstehen, die Einwohnerzahl steigt entgegen dem allgemeinen Trend zur Abwanderung von Jahr zu Jahr. Während vor 10 Jahren ca. 2150 Einwohner lebten, stieg die Zahl 2001 auf 3450 Bewohner. Somit ist Rehfelde schon längst die einwohnerstärkste Gemeinde des Amtes Märkische Schweiz geworden.
Dass die kommunale Infrastruktur mit dem Einwohnerzuwachs Schritt hält ist erklärter Wille der Gemeinde Rehfelde. Schule, Kita, Jugendclub und die Straßenbefestigung stehen deshalb in der besonderen Aufmerksamkeit der Rehfelder Gemeindevertretung.

Kommunale Einrichtungen

Schule und Hort

Kindertagesstätte 

Jugendclub

Bibliothek