Sie sind hier: home > Gemeinden > Garzau-Garzin

Garzau-Garzin

Gemeinde Garzau-Garzin mit den Ortsteilen Garzau und Garzin

Garzau - westliches Tor zum Naturpark

Feldsteinkirche in GarzauOhne Zweifel beginnen in Garzau die landschaftlichen Einmaligkeiten des Naturparks Märkische Schweiz. Eine eiszeitliche Erosionsrinne, die heute eine von Wäldern umstandene Seenkette bildet - Brandsee - Langer See - Garziner Haussee - Steigsee und Ruhlsdorfer See, prägt das vielfältige Landschaftsbild. Entlang der alten Heeresstraße, die zur Zeit der Napoleonischen Kriege bis zur Oder und weiter ostwärts benutzt wurde, durchquert der Europäische Radwanderweg R 1 den kleinen Ort.
Erstmals erwähnt wurde das ursprüngliche Angerdorf 1247. Auch die wohl im Umkreis schönste, jüngst restaurierte Feldsteinkirche stammt aus dieser Zeit. Im 14. und 15. Jahrhundert war Garzau weitgehend verlassen und wurde erst im 16. Jhd. erneut als Rittersitz genutzt. 1779 erwarb der Domherr zu Havelberg, Friedrich Wilhelm Carl Graf von Schmettau den Herrensitz Garzau und schuf hier einen der schönsten Parks Ostbrandenburgs, der sich mit dem Wörlitzer Park um 1770 vergleichen ließ. Die Anfang des Mittelalters angestauten Gewässer ermöglichten die Anlage von kleinen Seen, Kanälen und Wasserfällen.
Von 1802-1880 wechselten die Besitzer des Schlosses mehrfach und die märkische Kiefernheide ergriff Besitz von dem einst blühenden Park, der mehr und mehr verfiel.
Heute sind die Relikte der Anlage nur für den aufmerksamen Beobachter an der Anordnung einzelner Gehölzgruppen oder dem typischen Wegenetz zu erkennen. Der markanteste Punkt ist die auf einem ehemaligen Weinberg gelegene denkmalgeschützte Pyramiden-Ruine, für deren Erhalt sich ein Förderverein gegründet hat.
Das Schloß, das 1911 nach einem Brand im klassisch monumentalen Stil wieder aufgebaut wurde, ein sehr gepflegter Anger, die restaurierte Kirche und viele renovierte und neue Häuser machen Garzau zu einem der schönsten Dörfer der Umgebung.
Der Ökohof erfreut sich großer Beliebtheit.

Garzin - Dorfidylle am Roten Luch

Langer See in GarzinEingebettet in die Sumpf-und Wiesenlandschaft des Roten Luchs auf der einen Seite und in die von artenreichen Hecken durchzogenen Felder und Streuobstwiesen auf der anderen Seite entstand das Dörfchen Garzin - ebenso wie Garzau - einst im Schutz slawischer Burganlagen. Ausgrabungen und die Reste eines slawischen Burgwalls bezeugen dies. Die Anfänge Garzins lagen auf einer Halbinsel, umgeben vom Vorläufer des Haussees. Alte Garziner Familiennamen wie "Fehrmann" deuten auf den Beruf des Fährmanns hin, der hier vermutlich ausgeübt wurde als die Landschaft ringsum von Kanälen durchzogen war.
Mitte des 13. Jahrhunderts wuchs das Dorf im Zuge der 2. Kolonisierungswelle beträchtlich. Belegt ist der alte befestigte Rittersitz des Johanne de Garzin im 14. Jahrhundert. Damals erhielt das Dorf die Burg, die Kirche und den Anger. 1536-1644 gehörte der Ort dem Grafen von Pfuel, der sich 1615 einen Rittersitz mit Wohnhaus, Brauhaus, Scheunen und Ställen baute. Außerdem wurden eine Meierei und eine Mühle vor Buckow errichtet. Später ging der Besitz an den Grafen von Flemming über, den Buckower Grundherrn.
Erst im 19. Jahrhundert wurden die früher sehr großen Hofstellen geteilt, sodass Garzins Urgestalt heute noch gut zu sehen ist. Zu Garzin gehören auch die Vorwerke Liebenhof und Bergschäferei. Kleine landwirtschaftliche Betriebe und Wiedereinrichter prägen das Leben der Garziner, die im Übrigen ganz gut feiern können. Auf jeden Fall erleben das alle Besucher zum alljährlichen Strandfest an der Badestelle des Haussees.
Schöne Wanderwege führen ins Rote Luch, ins Ruhlsdorfer Bruch oder man fährt
auf dem Europaradweg R 1 weiter nach Waldsieversdorf und Buckow.

Kommunale Einrichtungen

Kindertagesstätte