Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 2001 durch den freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Batzlow, Reichenberg und Ringenwalde.
Batzlow ist ein organisch gewachsenes Dorf, dessen Gründungsjahr mit der ersten urkundlichen Erwähnung um 1375 festgelegt wird. Der Ort ist aus dem Ensemble Gutshof und Batzlower Mühle - später als Nonnenmühle bekannt - entstanden. Die ältesten Bauten gruppieren sich um den Dorfteich, spätere sind entlang der Nord-Süd-Achse und westlich der ausgedehnten Riedwiese entstanden. Der Zweite Weltkrieg hat auch in Batzlow Spuren hinterlassen. Die Dorfschule und zahlreiche weitere Gebäude sind zerstört oder in Mitleidenschaft gezogen worden. Bis heute ist Batzlow durch kleine landwirtschaftliche und handwerkliche Betriebe gekennzeichnet. Charakteristisches Merkmal der Wohn- und Landwirtschaftsbauten ist der lokal vorkommende Granitstein.
Reichenbergs erste urkundliche Erwähnung datiert von 1335 unter dem Namen "Richenberg". Bereits 1375 wird im Zusammenhang mit dem Dorf die Errichtung der Eichendorfer Mühle erwähnt. Um 1500 wird Richenberg in Reichenberg umbenannt. Wie zahlreiche Dörfer am Rande des Oderbruchs wird Reichenberg während des Dreißigjährigen Krieges schwer verwüstet.
© Amt Märkische Schweiz Der Wiederaufbau mit einigen Erweiterungen orientiert sich im wesentlichen an den alten Siedlungsstrukturen. 1719 entsteht das "Vorwerk Stobberow", das 1801 als Julianenhof erwähnt wird. Mit dem Wiederaufbau zwischen 1850 und 1855 entsteht eine Brennerei, die bis 1945 aktiv war. Ein Mitte des vergangenen Jahrhunderts in der landschaftstypischen Feldstein-Klinker-Bauweise errichtetes großes Stallgebäude auf dem 9.500 m² umfassenden Gelände mit samt einem Eiskeller beherbergt heute den Komplex eines Fledermaus-Museum an dieser Stelle. Die erste Zentralschule entsteht 1951 in dem Gutshaus von Reichenberg. 1963 wird das Schulgebäude errichtet, in dem auch die Kinder der umliegenden Dörfer eingeschult werden. Seit 1998 ist der Schulbetrieb eingestellt. Die Kinder werden in der Grundschule Neuhardenberg eingeschult. Das Gutshaus befindet sich heute in Privatbesitz.
Ringenwalde - Die Entstehung der Gemeinde Ringenwalde beginnt Mitte des 13. Jh. mit der Errichtung der Dorfkirche, die vermutlich als Sicherheitskastell den Dorfbewohnern Schutz geboten hat. Die erste urkundliche Erwähnung ist auf das Jahr 1271 zurückzuführen.
© Amt Märkische SchweizIn den folgenden Jahrzehnten entwickelt sich die Gemeinde in dem Eigentumszusammenhang Gemeinde und Gut. Eine Unterbrechung der baulichen Entwicklung stellt der Dreißigjährige Krieg dar, in dessen Folge die historische Bausubstanz vernichtet worden ist. Die Gutshofanlage mit Herrenhaus und zahlreichen Nebengebäuden ist in der heutigen Form vermutlich im 19. Jh. entstanden. Im gleichen Zeitraum ist auch die heute ablesbare Dorfstruktur mit den innerörtlichen Dorfteichen errichtet worden.